Jedenfalls kann man schon jetzt ohne Übertreibung von einem der stärksten Alben des gerade noch so jungen Jahres sprechen.

11.02.2019

M.I.GOD. – „Specters on parade“ (VÖ: 15.02.2019)

(...) Nach einem etwas verstörenden „Intro“ geht es amtlich mit „The solitary ghost“ los. Ein starker Track, wie ich finde. Vielleicht einer der herausragendsten Stücke der Scheibe.

(...) Dafür geht es dann bald mit „Titans of the void“ mit ordentlich Tempo weiter. Aber auch die nötige Portion Melodie fehlt nicht und Frontmann „Max“ Chemnitz gefällt durch variantenreichen Gesang. Dazu mitreißende E-Gitarren, treibende Drums. Das Ganze gepaart mit den tiefen Tönen von Mick Steger am Bass und ergänzt von Keyboardpassagen. Eine rundherum stimmige Sache. 

Mit „Atelier macabre“ schweben M.I.GOD. auf einem melodischen Klangteppich, bevor dann der Titeltrack folgt. Mit seinem Snare-dominierten Beginn hat der Song einen militärischen Einschlag, insgesamt wirkt das Ganze auch im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten recht bedrohlich. Cool, wie diese Stimmung aufgebaut wird.

„Tears of today“ ist dann wieder ein eher gradliniger Track, der unspektakulär daherkommt und einfach nur angenehm vor sich hin rockt (...) „Chances“ kommt dann mit seinen verzerrten E-Gitarren heavy um die Ecke. Der Gesang des Frontmanns relativiert das Ganze dann eher wieder, verleiht dem Stück die nötige Melodie als Gegenpart. Gut so! Auch „Weight of a million souls“ geht in die Heavy-Schiene. Und auch hier gibt es eine stimmige Zusammenarbeit von Instrumentierung und Gesang. Fein. 

Mit Track 17 – „Bound to a daydream“ geht es musikalisch erst einmal etwas gemäßigter zur Sache, dafür kommen dann die Vocals passend zu einem musikalischen Umbruch ins mehr rockige dieses Mal heavier rüber. Echt abwechslungsreich (...)

Starkes Album und nur wenig Kritik

Wenn M.I.GOD. bloß nicht so weit weg „stationiert“ wären. Ich warte immer noch auf meinen ersten Live-Gig der Truppe…aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Jedenfalls kann man schon jetzt ohne Übertreibung von einem der stärksten Alben des gerade noch so jungen Jahressprechen. Wer da heranreichen will, muss aber einiges in Bewegung setzen. Man merkt diesem Release deutlich an, dass sich die Band langwierig und detailliert mit vielen Aspekten der Kompositionen auseinandergesetzt hat. Das ist hochwertige und mit viel Hingabe erschaffene Kunst. Wirklich klasse! Vielseitig in der musikalischen Darreichung und auch der Gesang bietet entsprechend viele Nuancen. Großes Kino!